Ernährungsberatung

Ein wesentlicher Grundstein der Gesundheit ist beim Tier eine ausgewogene artgerechte Ernährung. Viele ernährungsbedingte Erkrankungen (wie z.B. Störungen des Magen-Darmkanals, des Herz- und Kreislaufsystems, des Stoffwechsels, des Skeletts) können durch eine entsprechende Ernährung reduziert oder sogar verhindert werden.

In meiner Tierheilpraxis in Königs Wusterhausen führe ich regelmäßig Beratungen zur Ernährung Ihres vierbeinigen Freundes durch. Auf Wunsch erhalten Sie in meiner Tierheilpraxis eine auf Ihr Tier abgestimmte Ernährungsberatung, auch zu speziellen Diäten und zur Rohfütterung (Barfen).

Die Praxis des BARFens

Das Grundprinzip der Rohfütterung besteht darin, die Zusammensetzung eines Beutetieres nachzuahmen.

Daher besteht eine BARF-Mahlzeit aus:

Fleisch und Fisch:

Rind, Schaf, Ziege, Pferd, Kanninchen, Geflügel und Wild.
Geeignet sind prinzipiell alle Teile des Tierkörpers:

  • Muskelfleisch
  • Strichfleisch
  • Zwerchfell
  • Schlund
  • auch fettes, sehniges Fleisch darf mithin verfüttert werden

Innereien: (sollten nur einmal wöchentlich gefüttert werden)

  • Leber
  • Niere
  • Milz
  • Herzmuskelfleisch

Fisch

kann auch gefüttert werden.

Knochen:

Fleischige Knochen sind ein wichtiges Bestandteil.
Grundsätzlich werden Knochen nur roh verfüttert.

Dies gilt auch für Geflügelknochen:
die Flügel, Hälse und Karkassen junger Hühner können problemlos verfüttert werden.
Nur die Röhrenknochen von Suppenhühnern sind sehr hart und splitteranfällig und sollten gemieden werden.

Für “Anfängerhunde” eignen sich z.B. Hühnerhälse oder –flügel, Lammrippen oder Kalbsbrustbein. Wird der Kot kalkweiß oder bekommt der Hund Probleme beim Kotabsatz muß die Knochenmenge reduziert werden.

Eier:

1 — 3 mal pro Woche, roh mit Schale sind sie ein guter Calciumlieferant.

Milchprodukte:

1 — 2 mal pro Woche Buttermilch, Joghurt, Dickmilch, Frischkäse.

Gemüse:

Die Zellstruktur von Gemüse muß für den Hund aufgeschlossen werden, da ihm die nötigen Enzyme fü die Verdauung fehlen.
Das bedeutet, das Gemüse kurz andünsten oder pürieren. 3 — 4 Mahlzeiten in der Woche.
Geeignet sind alle Gemüsesorten.
Ausnahmen:
Zwiebeln, rohe Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Avocado.

Obst:

Obst sollte ebenfalls püriert oder geraspelt werden, z.B. Apfel, Birne, Orange, Kiwi, Papaya. 1 mal pro Woche z.B. mit der Milchproduktmahlzeit.

Getreide:

Getreide (z.B. Reis, Polenta, Hafer, Weizenkleie, Quinoa, Hirse, Dinkel und Roggen) wird geschrotet oder als Flocken gefüttert und vor der Fütterung jedoch mit warmem Wasser übergossen, um es ein wenig quellen zu lassen.
Getreide und Fleisch nicht zusammen füttern.
Da beides unterschiedlich verdaulich ist, d.h. eine unterschiedliche Verweildauer im Darm haben, kann dies zu Verdauungsbeschwerden und Gasbildung führen.

Für GETREIDE und MILCH gilt: Sie können, müssen aber nicht verfüttert werden.


Zubereitung:

In der Übergangszeit kann das Fleisch gegart und die Garzeit immer weiter verkürzt werden. Außer einer besseren Verdaulichkeit bringt dem Hund das Kochen keinen Vorteil, da Enzyme und ein Teil der Vitamine zerstört und die Proteine im Fleisch denaturiert werden.
Gegartes Fleisch besitzt eine geringere biologische Wertigkeit.

Menge:

Bei erwachsenen Hunden sollte man mit 2% des Körpergewichtes beginnen.
Junghunde brauchen 2% ihres Köpergewichtes mal 1,5.

Beispiel für einen Junghund (6 bis 12 Monate) mit einem Gewicht von 20 kg:
20 x 0,02 x 1,5 = 0,6kg (600 g) Futtermenge pro Tag. Davon sollten 80% tierisches und 20% pflanzliches Futter sein.

Zusätze:

Sinnvoll wäre 1 Eßlöffei Öl (Leinsamen–, Oliven–, Hanf–, Distel– oder Fischöl) täglich sowie eventuell die Zugabe von natürlichen Mineralstoffen in Form von Algen und Kräutern.

 
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